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KavarClean® & KavarWipe®

KavarClean® Redox Powder ist ein für Staubbindung und Oberflächendekontamination chromatbelasteter Bauteile entwickeltes, protonen- und chelatunterstütztes Redox-(Redukton-)System.

Die wasserbasierte Reinigungs- und Dekontaminationslösung wird vor Ort mit dem Pulver angesetzt und ist nach kurzer Ansatzzeit sprühfertig.

 

Wirkweise:

 

Die integrierten Protonen-Donoren stellen das saure Milieu ein, in dem das Redukton als Elektronendonor die krebserzeugenden und gewässergefährdenden Chrom(VI)-Verbindungen zu deutlich weniger gefährlichem Chrom(III) reduziert.

Der Chelatbildner hält dabei Eisen und störende Metallionen in Lösung, verhindert Hydroxidausfällungen auf der Arbeitsfläche und unterstützt das Anlösen anhaftender Krusten, sodass das Reduktionsmittel das Chromat erreicht.

 

Gleichzeitig wirkt das Produkt als Faserbindemittel, es bindet feinen Chromatstaub und belastete Dämmstofffasern oder Aschereste und verringert deren Aufwirbelung bei Demontage und Reinigung erheblich.

 

Verbleib des Chroms:

 

Chrom(III) ist als Hydroxid nur im schwach sauren bis neutralen pH-Bereich schwerlöslich; im sauren wie im stark alkalischen Bereich sowie in Gegenwart von Komplexbildnern bleibt es gelöst und beweglich.

 

Die Behandlung überführt das Chrom daher in eine wesentlich weniger gefährliche Form, sie fixiert es aber nicht ortsfest.

 

Daraus folgt zwingend, dass die Arbeiten abflussfrei auszuführen sind. Die eingesetzte Flüssigkeit ist vollständig zu fassen, in dichten Behältern zwischenzulagern und getrennt zu behandeln und zu entsorgen.

 

Eine Einleitung in Hofentwässerung, Regenwasserkanal, Kanalisation oder ins Erdreich muss ausgeschlossen werden.

​ eher perfekten Laborbedingungen, nicht aber der an Fahrzeugen, Motoren, in Motorenräumen u.ä. anzutreffenden Realität.

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KavarClean® by Kavarmat®

Grenzen der Wirkung - Chrom(VI) kann wieder entstehen:

Der Reduktionsvorgang findet einmal statt; das gilt auch für alle am Markt verfügbaren "Chrom(VI)-Neutralisatoren"!

Auch KavarClean® kann keine Neubildung verhindern:

 

Treffen die reduzierten Chrom(III)-Verbindungen erneut unter Temperatur und Sauerstoff auf basische Oxide, können wieder Chrom(VI)-Verbindungen entstehen.

 

Von Öl, Fett oder sonstigen Verschmutzungen überzogene Partikel werden zudem nicht immer vollständig benetzt und dadurch auch nicht vollständig reduziert.

Der Erfolg wird nicht durch die Anwendung belegt, sondern durch Oberflächenwischtests mit anschließender Chromatanalyse, beispielsweise KavarCheck®.

Sicherheitshinweis für den Anwender:

 

Der Einsatz von KavarClean® Redox Spray ersetzt leider auch keine persönliche Schutzausrüstung!

 

Vor dem Aufbringen von KavarClean®Sprühlösung oder vor Abdeckung der KavarWipe®Tücher sind Sie den krebserzeugenden, hautresorptiven und gewässergefährdenden Chrom(VI)-Verbindungen der Kontaminationsquelle unmittelbar ausgesetzt!

 

Auch danach bleibt die Schutzausrüstung erforderlich, da die Reduktion oft nicht vollständig ist und das behandelte Material weiterhin aufgenommen, verpackt und entsorgt werden muss.

Schutzkleidung, Atem- und Hautschutz sind daher leider über den gesamten Arbeitsvorgang bis zum Abschluss der Dekontamination und Entsorgung zu tragen.

​​

Alle anderen Aussagen in diesem Zusammenhang, wie sie von einigen Anbietern behauptet werden, sind aufgrund perfekter Laborbedingungen abgeleitet, entsprechen aber oft nicht den tatsächlichen Bedingungen in und an Fahrzeugen, auf Motoren, Turbinen und anderen technischen Anlagen.

Die Vorteile des KavarClean®Redox Powders

Wässrige, gebrauchsfertig gelieferte Reduktionslösungen ("Neutralisatoren") verlieren ihre Wirkung nicht durch Gebrauch, sondern durch Zeit.

Das Reduktionsmittel ist definitionsgemäß ein Elektronendonor und reagiert deshalb ebenso bereitwillig mit dem Luftsauerstoff, der über Flüssigkeitsoberfläche, Kanisterhals und Sprühpumpe eintritt.

Diese Autoxidation läuft ganz ohne Chromat ab:

 

Die Lösung gibt ihre Kapazität an die Umgebung ab, nicht an die Kontamination.

 

Beschleunigt wird der Vorgang durch Sauerstoffzutritt, Wärme, Licht, steigenden pH-Wert und Spuren von Fremdmetallen.

 

Das oxidierte Reduktionsmittel ist nicht rückführbar. Es zerfällt über mehrere Stufen weiter, an deren Ende farbige Folgeprodukte stehen.

 

Eine typische Braunfärbung nach einigen Wochen belegt daher zweifelsfrei, dass die Reduktionskapazität aufgebraucht ist; sie tritt jedoch erst mehrere Zerfallsstufen nach dem eigentlichen Wirkverlust ein.

 

Eine klare Lösung ist deshalb kein Nachweis für Wirksamkeit; eine braune ist ein Nachweis für Unwirksamkeit.

 

Auch eine verbrauchte Lösung benetzt und bindet zwar weiterhin Staub; die Anwendung sieht dann genauso aus wie eine wirksame, ohne es aber zu sein, ausbleibender Staub wird als Erfolg gelesen, obwohl die chemische Funktion ausgefallen ist.

 

Das ist das gefährlichste Versagensmuster, das ein solches Produkt haben kann.

 

Aus diesen Gründen wird unser Redox-Pulversystem erst vor Ort, erst unmittelbar vor der Anwendung und nur in der tatsächlich benötigten Menge aktiviert.

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